19. März 2011
Kenianisches Laufspektakel – Viktor Röthlin Zehnter
Der 33. Kerzerslauf bot Spektakel und fast einen Teilnehmerrekord
Laufsport ist dann am attraktivsten, wenn man nicht in erster Linie auf die Uhr blickt, sondern wenn Läufer gegen Läufer rennt, die Taktik eine Rolle spielt, und bis am Ende kaum klar ist, wer als Sieger hervorgehen wird.
Genau ein solches Spektakel bot der 33. Kerzerslauf im 15-km-Rennen der Männer. Es bildete sich von Beginn weg eine Sechsergruppe, nur knapp dahinter ein Duo, und etwas später Viktor Röthlin und der Ukrainer Serhy Zachepa. Die Führung wechselte ständig, aber erst gegen Kilometer 10 wurde deutlich, dass der Sieger wohl aus dem Trio Joseph Kiptum, Kadengoi Loitareng und Geoffrey Kanyanjua stammen würde. Es war schliesslich der 24-järhrige Joseph Kiptum, welcher als Erster ins Ziel lief; Loitareng kam noch nahe, musste sich aber mit dem zweiten Platz bescheiden.
Achtfacher kenianischer Sieg
Schliesslich gab es gleich einen achtfachen kenianischen Sieg und Viktor Röthlin wurde als bester Europäer Zehnter. Röthlin war am Mittwoch aus dem Trainingslager in Kenia zurückgekehrt, hat einen Laktatstufentest gemacht, der sehr positiv ausfiel, er wusste aber auch, dass die Rückgewöhnung von der Höhenlage gerade drei bis vier Tage nach der Rückkehr am schwierigsten sein würde.
Tatsächlich spürte Röthlin schon nach einem Kilometer, dass er nicht so schnell laufen könnte wie erhofft, und dass er die Spitzengruppe ziehen lassen müsste. Er zeigte sich aber darüber nicht beunruhigt, insbesondere weil er sich nach der Golaten-Steigung und im Ziel dann viel besser und frischer fühlte. Für den London-Marathon in einem Monat zeigt der Obwaldner sich jedenfalls optimistisch.
Rekordhalterin geschlagen
Im Frauenrennen ging die Rekordhalterin Aniko Kalovics als grosse Favoritin ins Rennen. Schon bald aber zeichnete sich ab, dass ihr in der Kenianerin Caroline Chepkwony eine starke Konkurrentin erwuchs. Tatsächlich griff die kleinere und leichtere Chepkwony in der Golaten-Steigung an, und Kalovics konnte nicht mehr reagieren. Die Kenianerin kann nun nach je zwei Siegen beim Zürcher Silvesterlauf und der Genfer Escalade auch einen Sieg am Kerzerslauf in ihrem Palmares ausweisen.
Zwei Schweizerinnen in den Top Five
Gut liefen die besten Schweizerinnen mit. Sabine Fischer, Siegerin vor zwei Jahren, lief fast die ganze Strecke alleine und klassierte sich hinter zwei früheren Kerzerslauf-Siegerinnen auf Rang 4. Martina Strähl wurde von der Tschechin Kaminkova gefordert, konnte diese aber ebenfalls in der Golaten-Steigung distanzieren und einen feinen 5. Rang feiern.
8400 Anmeldungen
Der Kerzerslauf blieb auch dieses Jahr wenn auch knapp vom Regen verschont. Was für die Spitzenläufer eher kühl war, muss sich für den Grossteil der Volksläufer als angenehme Lauftemperatur angefühlt haben. Tatsächlich kamen so viele Läuferinnen und Läufer wie noch nie an den Kerzerslauf. Mit gegen 8400 Anmeldungen lag man nur knapp hinter dem Rekordjahr 2008 zurück. Damals lief allerdings die gesamte Schule Kerzers am Vorlauf mit; somit ist die diesjährige Beteiligung noch fast höher einzustufen.
Für OK-Präsident Heinz Kramer war es erfreulich, dass wiederum ein Kerzerslauf ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne ging. Veränderungen haben sich bewährt, und neue Ideen werden gewiss wieder in den Kerzerslauf 2012 einfliessen.
Pressemitteilung vom 24. Februar 2011
Running-Szene 2010: Ungebrochener Boom
HS – Ungebrochen der Trend, eindrücklich der erneute Höhenflug: Die Schweizer Running-Szene wächst in ungeahnten Dimensionen. An den grössten Lauf- und Nordic-Walking-Veranstaltungen wurden über 400 000 Klassierte registriert.
Keine andere Sportart in der Schweiz weist eine derartige Entwicklung auf wie der Laufsport. Man sprach von «Höhenrausch», als sich vor zehn Jahren an den 20 grössten Running-Events 130’436 Läuferinnen und Läufer klassierten. 2010 erhöhte sich diese Zahl auf 197’988 Finisher, plus 52 Prozent! Nimmt man jene 234 Veranstaltungen als Massstab, welche letztes Jahr mindestens 400 Klassierte aufgewiesen haben, so verdoppelt sich die Zahl der Finisher auf 402’613.
Erstaunlich ist dieses Wachstum auch deshalb, weil genau die Hälfte der 30 grössten Events einen Rückschlag entgegen nehmen musste. Die fünfzehn Andern haben aber derart zugelegt, dass dieses Manko locker weggesteckt werden konnte. Dennoch ist kaum davon auszugehen, dass generell die Grossen grösser werden und die Kleinen leer ausgehen. Entscheidend sind überall die Qualität eines Events, das Herzblut der Organisatoren und damit die Ausstrahlung der Veranstaltung.
Neun Events mit über 10 000 Finishern
Seit über einem Jahrzehnt duellieren sich die Genfer Escalade und der Grand-Prix von Bern an der Spitze der Grossveranstaltungen. Mit über 22’000 Finishern ragen die beiden Events heraus, gefolgt von einem Quintett mit 12’000 bis 16’000 Klassierten: 20 km de Lausanne, Zürcher Silvesterlauf, Luzerner Stadtlauf, Schweizer Frauenlauf und Greifenseelauf. 31 Veranstaltungen weisen über 2000 Finisher auf, und die Zahl der Lauf-Events mit über 1000 Klassierten ist auf 91 angestiegen.
Frauen-Power
Die Mädchen und Frauen erobern die Laufszene. Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat an allen Running-Events der Anteil der Frauen um bis zu 55 Prozent zugenommen. Die Beispiele: 1990 betrug der Frauen-Anteil an der Genfer Escalade über alle Distanzen 29,3 Prozent, 2000 37,8 Prozent und 2010 44,8 Prozent. Auf der 4-km-Strecke des Zürcher Silvesterlaufs beträgt die Frauen-Quote heute 55,8 Prozent, beim Altstadt-Grand-Prix in Bern (4,7 km) sind es 52,3 Prozent. Und selbst am Swiss Alpine Marathon ist der Frauen-Anteil auf den beiden Marathon-Strecken (K42 und C42) auf erstaunliche 29,2 Prozent gestiegen. Weil überall auch die Mädchen-Kategorien boomen, wird sich dieser Trend weiterhin fortsetzen.
Swiss Runners vereint insgesamt 26 Laufveranstaltungen vom Genfer- bis zum Bodensee vom mondänen Ultra-Marathon bis zum familiären Stadtlauf.
Weitere Infos unter www.swissrunners.ch
03/20/10
Zwei neue Sieger am Kerzerslauf
7650 Anmeldungen und ein geglücktes Comeback von Viktor Röthlin zum Saisonauftakt
Pius Kirop bei den Männern und Tabitha Gichia bei den Frauen heissen die Sieger des 32. Kerzerslauf. Ein starker Wind verhinderte wohl einen Streckenrekord im Männerrennen. Mit grossem Interesse wurde das wettkampfmässige Comeback von Viktor Röthlin verfolgt. Er zeigte sich als Zehntklassierter mit seiner Leistung sehr zufrieden.
Nach einigen Absagen in letzter Minuten von kenianischen Spitzenläufern ging Rekordhalter Stanley Salil als grosser Favorit in den 32. Kerzerslauf. Salil diktierte auch von Beginn weg das Tempo, doch sein junger Landsmann Pius Kirop mochte dieses mitzugehen und im letzten Streckenteil Salil gar noch hinter sich zu lassen. Kirop sagte, er sei stark in den Steigungen, und so fiel die Entscheidung denn auch knapp vor Kilometer 10 bei der berüchtigten Steigung vor Golaten.
Kirop, ein Trainingskollege und Mitbewohner von Salil, sagte, er habe den Streckenrekord im Kopf gehabt, der starke Gegenwind auf den letzten drei Kilometern habe dies jedoch verhindert. Letztlich fehlten 23 Sekunden zum Rekord.
Das Rennen der Schweizer
Ein bisschen hinter den schnellsten Kenianern gruppierten sich schnell die besten Schweizer und liefen eine Art Rennen im Rennen. Grosse Beachtung fand natürlich Marathon-Ass Viktor Röthlin, der sich nach neunmonatiger Wettkampfpause gewisse Hoffnungen auf den inoffiziellen Titel als bester Schweizer machte. Er habe aber gerade im abfallenden Gelände seinen Fuss schonen wollen und nicht um jeden Preis mit anderen Läufern mithalten. Röthlin lief aber genau den Kilometerschnitt, den er sich vorgenommen hatte.
Bester Schweizer wurde im 6. Rang Lukas Stähli aus Wattwil. Stähli ist sehr zufrieden mit dem Formaufbau, aber auch ihm machte der Gegenwind am Schluss zu schaffen.
Frauensiegerin erstmals in Europa
Bei den Frauen siegte Tabitha Gichia aus Kenia. Wie der Männersieger ist sie noch kaum je im Ausland gelaufen, und auch sie sorgte für die Differenz in der Steigung. Sie gewann vor Leah Malot, einer früheren Kerzerslauf-Siegerin, die nun aber mehr auf Marathon setzt.
Vorjahressiegerin Sabine Fischer wurde als Vierte beste Schweizerin. Die Konkurrenz sei dieses Jahr stärker gewesen, aber sie selber habe sich gut gefühlt. Wenn Fischer ihre Vorjahreszeit auch nicht erreichte, so schreibt sie dies vor allem dem Wind zu.
Streckenänderung gut angekommen
Die meisten Startenden äusserten sich positiv zur Streckenänderung ab Kilometer 12,5. Die Distanz bleibt zwar die gleiche, allerdings ist das Gelände auf dem neuen Parcours weniger gruppiert, was sehr geschätzt wird.
Mit 7650 Anmeldungen war der Kerzerslauf auch dieses Jahr ein voller Erfolg. OK-Präsident Heinz Kramer zeigte sich sehr zufrieden. Unmittelbar nach dem Lauf hat aus seiner Sicht alles geklappt. Er hat von keinem einzigen Problem gehört.
Presseberichte und News
Medienmitteilung Dezember 2009
Kerzerslauf geht mit zahlreichen Neuerungen auf Wünsche der Teilnehmer ein
Rund 2000 Teilnehmer des Kerzerslauf haben an einer Online-Umfragung teilgenommen. Der Kerzerslauf erhielt dabei von den Teilnehmern gute bis sehr gute Noten…
Medienmitteilung als PDF –> Kerzerslauf zahlreiche Neuerungen
Umwelt- und Nachhaltigkeitsstudie
Der Kerzerslauf hat vor zwei Jahren den Prix Ecosport gewonnen. Das Organisationskomitee hat beschlossen, einen Teil des Preisgeldes wieder in ein ökologisches Projekt zu investieren…
Medienmitteilung als PDF –> Umwelt- und Nachhaltigkeitsstudie



























